Seit 2011 gehört die Kunsteisbahn Schwarzwasser, mit Parkplatz und Restaurant Wanne-Träff, den beiden Gemeinden Köniz und Schwarzenburg. Die Eisbahn-Infrastruktur, inkl. Kälteplatte und Containeranlage ist Eigentum des Vereins Kunsteisbahn Schwarzwasser. Die alte Kühlanlage, welche ursprünglich für eine Halle gebaut wurde, konnte 1997 beim Kauf der Bahn Occasion erworben werden.
Scheint die Sonne, schmilzt das Eis! Leider vermag die Kälteanlage die Eisfläche nicht genug zu kühlen und verursacht dadurch hohe Energiekosten. Heute wird die KEBS vom VKS bei idealen Wetterbedingungen während rund 4 ½ Monaten (Ende Oktober – Anfang März) betrieben. 19 Vereine und Teams (Eishockey und Curling) mit rund 400 Mitgliedern üben ihre Sportart aus, darunter die regionale Nachwuchsbewegung des EHC Schwarzenburg mit zurzeit 110 Junioren.
Der VKS wirtschaftet autonom und verfügt darüber über die entsprechende Betriebsbewilligung der Gemeinde Schwarzenburg. 4 bis 6 Personen arbeiten auf der Anlage im Winterhalbjahr Teilzeit. Dazu kommen beachtliche ehrenamtliche Arbeiten der Stammvereine. In der restlichen Zeit des Jahres bleibt die offene Anlage ungenutzt, da vom Regenwasser permanent ausgedehnte Wasserlachen das Spielfeld bedecken. Die beiden Gemeinden Schwarzenburg und Köniz sind gemeinsam Eigentümerinnen der Parzelle Nr. 5022 bei der Schwarzwasserbrücke auf dem Gemeindegebiet von Schwarzenburg, auf welcher sich die Kunsteisbahn Schwarzwasserbrücke (KEBS) befindet.
Die Kunsteisbahn wird vom Trägerverein VKS (Verein Kunsteisbahn Schwarzwasser) betrieben. Die Anlage besteht heute aus einem offenen Eisfeld, einem einfachen Bau mit dem Restaurant „Wanne-Träff “ und Garderobentrakt, sowie zusätzlichen provisorischen Garderobencontainern. Die Nachfrage und Nutzung der Eisfläche durch Vereine und Private ist gross.
Jährlich besuchen zirka 100 Schulklassen mit rund 1'500 Schulkindern aus den Gemeinden Köniz, Schwarzenburg, Oberbalm, Rüschegg und teilweise aus der Stadt Bern die Eisbahn, wovon je die Hälfte aus Köniz/Bern und aus Schwarzenburg stammt. Das Angebot des täglichen freien Eislaufs wird von rund 7'500 Personen genutzt; Tendenz steigend. Die Gemeinde Köniz führt jeden Winter 3 bis 4 Schulsportkurse mit 75 bis 100 Kindern durch.
In einer durchschnittlichen Saison ist die Anlage 130 Tage à 14 Stunden in Betrieb. Die 1’830 Betriebsstunden lassen sich wie folgt einteilen: 832 Std. freier Eislauf, 735 Std. vermietetes Eis an Vereine, 86 Std. reserviert für Schulen, 34 Std. nicht vermietet, davon 20 Std. wegen schlechter Witterung. Die Anlage ist voll ausgelastet.
Ein nachhaltiger Betrieb im Winter und im Sommer ist eine grosse Herausforderung und unter den gegebenen Voraussetzungen nicht mehr gewährleistet. Eine Überdachung und Sanierung der Kunsteisbahn Schwarzwasser ist für die Zukunft unumgänglich.
Wie bereits beim Kauf der KEBS durch die Gemeinden bekannt war, besteht bei der Eisanlage Sanierungsbedarf. Die offene Anlage ist ein enormer "Energiefresser". Im Weiteren besteht eine prekäre Parksituation, die sich künftig durch auslaufende Verträge noch verschärfen wird. Es gilt, Synergien aus der intensiven Nutzung der Anlage und dem Sanierungsbedarf zu generieren und diese in einen wirtschaftlichen Mehrwert zu überführen.
Die Kälteplatte unter dem Eisfeld muss ersetzt werden. Die Kälteanlage und die dazugehörigen Geräte sind technisch in Ordnung und werden regelmässig gewartet. Allerdings ist die Kältemaschine nicht für ein Offeneisfeld ausgelegt und gelangt schnell an ihre Leistungsgrenze. Die Energiekosten für die Eisproduktion auf der offenen Anlage sind sehr hoch.